Referenten
Vorträge und Hauptvorträge
Der Heidelberger Familientherapeut, Arzt und Philosoph
Helm Stierlin und der Freiburger Professor für
Verhaltensbiologie Bernhard Hassenstein werden auf der Basis
ihrer großen therapeutischen und wissenschaftlichen Erfahrung Denkanstöße geben.
Leitlinie ihrer Vorträge: Welche alten Erkenntnisse sind unterdessen in Vergessenheit
geraten? Welche neuen Erkenntnisse sind es wert, in Betracht gezogen zu werden? Welchen
Herausforderungen sehen sich Kinder- und Jugendtherapeuten gegenüber. Ein dritter, sehr
interessanter, Hauptvortrag ist geplant. Die Entscheidung darüber kann wegen eines
geplanten Auslandsaufenthaltes des Referenten jedoch frühstens im Mai fallen.
Der Psychologe, Pädagoge und Pionier der deutschsprachigen Kinderhypnotherapie
Siegfried Mrochen gibt einen Überblick über den Stand der
Kunst der Kinderhypnotherapie. Sein Lehrer, der amerikanische Kinderarzt
Daniel Kohen, referiert über sein Spezialgebiet
"Asthmabehandlung." Der Heidelberger Professor für sonderpädagogische Psychologie
Karl-Ludwig Holtz beschäftigt sich innovativ mit
"Verändern durch Schriftsprache" und Ulrich Freund
reflektiert über die Kunstphase "Capriccio" und was wir daraus für die
kindertherapeutische Arbeit lernen können.
Wilhelm Rotthaus, Chefarzt einer
Kinder- und Jugendpsychiatrie, beleuchtet neue Möglichkeiten der stationären Arbeit
und der Präsident der Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose
Albrecht Schmierer berichtet über Hypnose in der
zahnärztlichen Behandlung von Kindern.
Gunther Schmidt faßt humorvoll zusammen, was
Kinder- und Jugendtherapeuten von Familientherapie und Systemischen Denken wissen
sollten. Die Psychologin und Präsidentin der Schweizer Gesellschaft für
Hypnose Susy Signer-Fischer spricht über die
Behandlung von traumatisierten Kindern.
Charlotte Wirl, Schulärztin und Präsidentin der
österreichischen Milton Erickson Gesellschaft bespricht symbolische Zeichnungen in
der Kindertherapie. Bernhard Trenkle beleuchtet von
Milton Erickson abgeleitete strategische und lösungsorientierte Arbeit mit
Kindern und Jugendlichen.
Einführungs- und Grundlagenworkshops
Von Johann Wolfgang Goethe soll der Satz stammen: "Ich schreibe Dir einen
langen Brief, für einen kurzen habe ich keine Zeit." Eine fundierte Einführung in
kurzen drei Stunden erfordert eine lange Erfahrung. Deswegen haben wir die
jeweils absoluten Top-Leute angefragt, diese Einführungen zu halten.
Das Niveau in diesem Einführungsteil läßt sich zumindest im deutschsprachigen Raum
kaum noch steigern.
Hypnose im medizinischen und zahnmedizinischen Bereich
Die in Kalifornien arbeitende deutsch-amerikanische Ärztin Christel Bejenke
führt auch große medizinische Eingriffe unter Hypnose durch.
Der amerikanische Pionier Dan Kohen wird aus seinem
immensen Erfahrungsschatz als hypnotherapeutisch arbeitender Kinderarzt vortragen.
Die Psychologin Hanne Seemann ist eine der renommiertesten
Schmerzspezialistinnen und wird zusammen mit KollegInnen Behandlungsmöglichkeiten kindlichen Kopfschmerzes vermitteln. Die Wiener Schulärztin Charlotte Wirl erarbeitet hypnotherapeutische Möglichkeiten bei psychosomatischen Erkrankungen. Der Völklinger Oberarzt Winfried Häuser hat mittels hypnotischer Kommunikation bei einigen tausend Patienten Magenspiegelungen ohne Rachenanästhesie und ohne Beruhigungsmedikamente vorgenommen. Dies ist kein speziell kindertherapeutisches Thema. Sein Vorgehen sehen wir jedoch als paradigmatisch an und dieser Workshop soll als Denkanstoß dienen, vergleichbare Prozeduren für den kinderärztlichen Bereich zu entwickeln. Albrecht und Gudrun Schmierer haben die zahnärztliche Hypnose in Deutschland aus kleinsten Anfängen zu einem bedeutendem Fachgebiet gemacht. Sie werden allgemeine Grundlagen und spezielle Anwendungen für Kinderbehandlungen erarbeiten. Auch ihre Vorgehensweisen können über den zahnärztlichen Bereich hinaus beispielhaft für andere medizinische Anwendungsfelder stehen. Der in Hamburg arbeitende schwedische Zahnarzt
Mats Mehrstedt und Josef Hulbert
werden weitere Aspekte kinderzahnärztlicher Hypnose darstellen.
Hypnotherapeutische,
hypnosystemische und systemische Psychotherapie
In dieser Kategorie finden sich Workshops für Fortgeschrittene und solche, die es werden wollen. Die AusbilderInnen in unserem Fortbildungscurriculum "Hypnotherapeutische und Systemische Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen" stellen hier grundlegende und fortgeschrittene Aspekte hypnotherapeutisch-systemischer Arbeit vor.
Neben den bereits genannten
Siegfried Mrochen, Karl-Ludwig Holtz, Ulrich Freund, Susy Signer-Fischer und Charlotte Wirl
möchte ich ganz besonders auf Peter Nemetschek
hinweisen. Er gilt im deutschsprachigen Bereich neben Siegfried Mrochen
als der Pionier und Begründer dieser Richtung. Er hat direkt bei Virginia Satir und Milton Erickson gelernt und in seiner enorm kreativen Arbeit wird gelegentlich auch sichtbar, daß er früher ein international beachteter Aktionskünstler war.
Weitere Ausbilder in unserem Ausbildungscurriculum sind der Mitgestalter des Bremer NIK
Manfred Vogt-Hillmann und die Freiburger Sonderpädagogin Birgit Steiner.
Besonders hinweisen möchte ich auf die kreative Zauberwiesen-Strategie des M.E.G.-Ausbilders
und Mainzer Nervenarzt Götz Renartz. Die anderen KollegInnen sind meist
von der M.E.G. ausgebildet und stellen dar, wie sie auf ihre jeweils
eigene Art und Weise diese hypno-systemischen Konzepte für ihr Arbeitsgebiet
adaptiert und fortentwickelt haben. Hier erwarten wir viele Denkanstöße
und sind schon gespannt welche auch für uns neue Ideen präsentiert werden.
Stellvertretend möchte ich hier Annalisa Neumeyer
nennen, die ihr Können als professionelle Zauberin mit ihrer langjährigen Berufserfahrung als
Heilpädagogin und hypnotherapeutischen Konzepten kombiniert.
Es gibt auch einige hochinteressante Workshops zum systemischen Ansatz.
Arnold Retzer ist einer der führenden Köpfe der Heidelberger Gruppe für
systemische Therapie und wird Behandlungsmöglichkeiten psychotischer und suizidaler Jugendlicher vorstellen.
Der bekannte Chefarzt einer Kinder- und Jugendpsychiatrie Wilhelm Rotthaus
stellt aus systemischer Sicht die Frage: "Wozu erziehen?" Sein Schweizer Kollege und ebenfalls
Chefarzt einer Kinder- und Jugendpsychiatrie Romano Torriani
widmet sich vor dem Hintergrund seines großen therapeutischen Wissens zentralen
Fragen der psychotherapeutischen Behandlung. Der slowenische Psychiater
Miran Mozina und der Professor an der Fachhochschule für Sozialpädagogik
in Ljubljana Dr. Bernhard Stritih
haben auf unseren Tagungen schon mehrfach sehr interessante Beiträge geliefert und werden sich diesmal
der Behandlung von Psychosen widmen.
Schulpsychologie und Sprachtherapie
Die Schweizer Therapeutin Liesel Burchhardt-Bindereif war schon
Referentin auf den ersten beiden Tagungen 1990 und 1992 und hat
langjährige Erfahrungen mit schulpsychologischen Fragestellungen. Der Schweizer Kinderarzt
Christian Ziegler publizierte bereits interessante Artikel
zum Thema Hypnotherapie mit Kindern. Die Berliner Diplompsychologin
Hiltrud Bierbaum-Luttermann ist Ausbilderin im Berliner Curriculum Hypnotherapeutische und
Systemische Konzepte für Kinder" und organisiert und betreut diese Ausbildungsgruppen
zusammen mit Siegfried Mrochen. Barbara Nigitz-Arch
ist Mitorganisatorin der Salzburger Ausbildungsgruppe. Die PsychologInnen
Koll Karsten/Rudolph Jürgen/Thimme Hilde
arbeiten in Bremen in einem lösungsorientierten Team, das sich schulpsychologischen Fragestellungen
widmet und die Wiener Professorin und Psychagogin Evelyn Mayer
widmet sich hypnosystemischen Möglichkeiten der Lehreraus- und Fortbildung.
Im sprachtherapeutischen Teil geht es um das besonders hartnäckige Symptom "Stottern".
Hypnose alleine bringt nach unserer Erfahrung auf Dauer keinen Erfolg, kann jedoch eine wirksame und
sinnvolle Ergänzung anderer Verfahren sein. Bernhard Trenkle
arbeitet seit Anfang der 80er Jahre mit Stotternden und wird hypnotherapeutische Konzepte,
kombiniert mit dem verhaltenstherapeutischen Nichtvermeidungs-Ansatz von Charles Van Riper, darstellen.
Der Psychologe Klaus Dieter Dohne war Ende der 80er Jahre Praktikant in
Rottweil und brachte bereits damals viel Erfahrung in Bezug auf Stottern mit. Er leitet seit
einigen Jahren eine forensische Station in einer Psychiatrie, arbeitete jedoch parallel auch mit
Stotterern und entwickelt seine Konzepte weiter.
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